Familien-Gottesdienst hoffentlich nur einmal anders

Der Familiengottesdienst zu Mariä Himmelfahrt konnte in diesem Jahr nicht in der gewohnten Weise in der Wallfahrtskirche auf dem Gehilfersberg stattfinden. Trotzdem hatten die engagierten Laien nicht locker gelassen, um diesen Festtag würdig zu begehen. Leider gab es keine Ausnahmeregelung, so dass der Gottesdienst am Festtag, Samstag, 15. August weder im Pfarrgarten noch auf dem Anger oder in der Stiftskirche hatte stattfinden können. Anregungen dazu waren rechtzeitig dem Pastoralrat zugeleitet worden.

Trotzdem konnten einige Frauen des Familiengottesdienst-Teams motiviert werden, sich für einen feierlichen Festgottesdienst am Vortag in der Stiftskirche zu engagieren. Da sich ja die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher durch die coronabedingten kirchlichen Vorgaben aus den gesammelten Kräutern keine eigenen „Weihbüschel“ zusammenstellen konnten, banden die Frauen ca. 100 Kräutersträuße. Diese wurden mit kleinen Segenswünschen versehen. Zum Gottesdienst wurden sie vor dem Zelebrationsaltar platziert und erhielten durch Pater Binesh den Segen. Texte und Gebete waren ganz auf den Festtag abgestimmt. Als Grundlage diente eine von Gemeindereferent Stefan Arnreich erarbeitet Vorlage. Da ja bekanntlich Singen verboten ist, wurden die Gesänge wie „Mit dir, Maria, singen wir; Groß sein lässt meine Seele den Herrn“ nicht gesungen, sondern über Lautsprecher eingespielt. Das Magnifikat, der Lobpreis Mariens, wurde vor der Kommunion gebetet.

Trotz der Einschränkungen wurde Mariä Himmelfahrt würdig gefeiert. Nach dem Gottesdienst konnte sich jeder an den Körben mit den geweihten Kräutern bedienen und diese mit nach Hause nehmen.

Auch in den drei Gottesdiensten an dem folgenden Sonntag wurden die Heilkräuter, die von zuhause mitgebracht worden waren, gesegnet.


Text und Bilder:     Winfried Möller